„Klangimplosion. Gefühl für die
Feinheiten in Moebius´ Arbeit entwickeln die wenigsten. Schon gar nicht auf
Anhieb. Der Musiker experimentiert. In seinem Live-Set improvisiert Moebius zu
der Mini-CD "Cybersnack", die er heuer mit Hinterhuber zusammen
herausgegeben hat und deren Sound- Design aus zwei murmelnden Rhythmusfrequenzen
besteht, genau 4.03 Minuten lang. Er geht dazu, wie er sagt, immer tiefer in den
Sound hinein, er zerdröselt ihn, er granuliert ihn, "der Sound
implodiert" (Moebius) und der Computer fördert Schichten, die bisher
verdeckt waren, zutage. Mit der Plastictube fängt Moebius Geräusche von außen
ein, rührt diese direkt ein und lässt sie verfremdet nach außen zurücklaufen:
"Ein ständiger Loop". Wie die Rückkopplung bei einer E- Gitarre. Nur
dass diese aufhört, wenn das Lied zu Ende ist, Moebius aber ewig weitermachen könnte.
"Die Sounds sprechen, aber sie erzählen nichts", sagt Hinterhuber.“
Gabriele Crepaz „Eine Art
Metaparty“, in: ff
– Südtiroler Wochenmagazin, No.38 / 2002